Aktuelles

Aktuelles und Termine

… rund um die berufspolitische IVAB-Gremienarbeit in der AKB

Mit unserem IVAB_Wahlaufruf haben wir die Hauptprobleme, denen sich die Architektenkammer zukünftig in der 10. VV zu stellen hat, umfassend benannt.

Wahl der neuen Ausschüsse und Arbeitskreise

Nach der Wahl der neuen Vertreterversammlung und des Vorstandes im Frühjahr 2017 folgt nun im September 2017 die Wahl der neuen Ausschüsse und Arbeitskreise für die 10. Amtsperiode. Wir laden Sie ein, Ihr Fachwissen und Können für unseren Berufsstand einzubringen!

Die Vertreterversammlung hat in ihrer zweiten Sitzung der neuen Amtsperiode am 29. Juni 2017 beschlossen, welche Arbeitsausschüsse (Kraft Gesetz) und Arbeitskreise gebildet werden sollen und welche Fachthemen im Mittelpunkt der Arbeit der nächsten vier Jahre stehen werden.

Alle Bewerbungen sind bitte an die Geschäftsstelle zu übersenden und müssen bis zum 16. August 2017 vorliegen. Gerne könnt Ihr/ können Sie auch mir die Bewerbungsunterlagen zu mailen. Ich würde dann gebündelt dafür Sorge tragen, diese fristgerecht einzureichen.
 
Die Vertreterversammlung wird dann in ihrer nächsten Sitzung am
7. September 2017 aus den Bewerberlisten die Mitglieder der Ausschüsse und Arbeitskreise in geheimer Abstimmung wählen.
 
Bitte nutzen Sie/ nutzt auch Eure persönlichen Netzwerke, um auf die Bewerbungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen.
 

Hier finden sie/ findt Ihr alle Arbeitsausschüsse und Arbeitskreise mit ihren Aufgaben- und Zielbeschreibungen.

http://www.ak-berlin.de/architektenkammer-berlin/gremien/ausschuesse-arbeitskreise/wahl-2017-ausschuesse-arbeitskreise.html
Leider ist es tatsächlich nicht gelungen, dass sich der
AK Planen & Bauen im Bestand erneut als Arbeitskreis formieren kann. Hier haben die beiden berufserfahrenen Architekten Dorothea Buseck und Ullrich Gumbel mit großem Sachverstand in den letzten Jahren wesentlich daran mitwirkt, dass es zu den planerischen Besonderheiten beim Planen und Bauen im Bestand ein wichtiges Merkblatt entwickelt wurde.
Der „Renner“ unter den Merk- & Faltblättern in der AKB, wenn es bei der Instandsetzung (Schadensbeseitigung oder Schadenvorbeugung)

und der Modernisierung (Anpassung des Gebäudes an einen höheren technischen Standard mit Wohn- und Nutzwerterhöhung) sowie beim Umbau / Erweiterung / Ausbau einer Immobilie um die Bestandsaufnahme & die Bestandserfassung & um den nachhaltigen Umgang mit vorhandener Bausubstanz (mit & ohne Denkmalschutz) geht.
Das Aufgabenfeld Planen und Bauen im Bestand sollten wir trotzdem und gerade deshalb nicht aus den Augen verlieren und thematisch in den unterschiedlichen AK’s weiterhin zur Sprache bringen.
WIR SCHAFFEN DAS!
Beste Grüße & eine angenehme Sommerpause
IVAB 

Andreas R. Graeff
+49 (0) 172 782 782 1
Verteiler:
Mitglieder der 10. Vertreterversammlung
Sehr geehrte Damen und Herren,
ab heute können sich die Mitglieder der Architektenkammer Berlin für die Mitarbeit in den neu gebildeten Arbeitsausschüssen und Arbeitskreisen bewerben. Die entsprechenden Bewerbungsformulare finden Sie im Anhang.
In §6 (3) der Satzung findet sich der Hinweis, dass mindestens ein Mitglied eines Arbeitsausschusses der Vertreterversammlung angehören soll. Insofern möchten wir Sie persönlich dazu aufrufen, sich mit ihrem berufspolitischen Engagement in die Gremienarbeit einzubringen und sich für einen Arbeitsausschuss oder einen Arbeitskreis zu bewerben.
Alle Bewerbungen sind bitte an die Geschäftsstelle zu übersenden und müssen bis zum 16. August 2017 vorliegen.
Die Vertreterversammlung wird dann in ihrer nächsten Sitzung am 7. September 2017 aus den Bewerberlisten die Mitglieder der Ausschüsse und Arbeitskreise in geheimer Abstimmung wählen. Der Aufruf zur Bewerbung richtet sich an die Mitglieder aller Fachrichtungen und Beschäftigungsarten, um die Gremien in jeder Hinsicht paritätisch besetzen zu können. Es ist das Ziel, der Vielfalt und dem breiten beruflichen Tätigkeitsspektrum der  Mitglieder gerecht zu werden. Sollte eine der Fachrichtungen nicht in einem neu gewählten Gremium vertreten sein, können deren Vertreterinnen oder Vertreter ein Kammermitglied dieser Fachrichtung benennen, welches dann ohne Wahl Mitglied des jeweiligen Ausschusses oder Arbeitskreises wird.
Weitere Informationen, insbesondere zu den Themen und Aufgaben der Gremien finden Sie unter ak-berlin.de.

 

 

 

Bericht aus der VV     Juni 2017

Schon in der 2. Sitzung der VV zeichnet sich ein großes Spannungsverhältnis zw. Vorstand und der Vertreterversammlung ab, dem wir als IVABler versuchen inhaltlich & fachrichtungsübergreifend konstruktiv entgegenwirken zu wirken.

Wie befürchtet, fehlt es gleich zu Beginn der Amtszeit an einer berufspolitischen Zielvereinbarung über die Aufgaben & Tätigkeit der Architektenkammer nach innen und außen. um einer Polarisierung Einhalt bieten zu können.

Hier ein kurzer Bericht aus der 2. Sitzung der 10. VV:

Liebe IVAB Mitstreiter!
In ihrer ersten Sitzung nach den Vorstandswahlen hat die VV im Hinblick auf die anstehenden Neuwahlen der Mitglieder in Ausschüssen und Arbeitskreisen eine Redaktionsgruppe berufen, die die Überarbeitungen der Aufgabenbeschreibungen für die Ausschüsse und Arbeitskreise (einschl. der zu modifizierenden Bewerbungsbögen)
bis Mitte Juli erarbeiten soll.
Wenn jemand inhaltlich etwas beitragen möchte im Sinne IVAB, lassen Sie es mich bitte wissen.

Ansonsten ist die Beschlussvorlage des Vorstandes TOP 6.0

Bildung der Arbeitsausschüsse und Arbeitskreise der Architektenkammer Berlin
– Beschlussvorlage des Vorstandes
– Vorschlagsliste des Vorstandes
– Terminplanung zur Neuwahl der Arbeitsausschüsse / Arbeitskreise
– Bewerbungsbögen im Entwurf
– Bisherige Aufgabenbeschreibung des AS Wettbewerbe und Vergabe und des AK Universal Design

zur Neu-Strukturierng der Arbeitskreise und Ausschüsse „mehr oder weniger“ in Gänze gescheitert.
Insbesondere auch deshalb, weil Frau Edmaier als Präsidentin partout darauf bestand, die Beschlußvorlage „en Block“ abstimmen zu lassen und erst danach in die Inhalte einzusteigen sowie über die Anzahl der Mitglieder abzustimmen.
Ein Unterfangen, welches schief gehen musste. Da bleibt Frau Edmaier jedoch uneinsichtig und im Dialog unzugänglich wie denn je.
Über eine Stunde Zeit wertvolle Zeit ging verloren, bis die VV sich durchgesetzt hatte und zu jedem Ausschuss und Arbeitskreis einzeln abgestimmt werden konnte.

Der Unmut in der VV kam insbesondere deshalb VORHER auf, weil anhand des Folienvortrages die Neustrukturierung nicht plausibel erklärt werden konnte, und insbesondere weil entsprechend der nachfolgenden Foliengrafik drei Arbeitskreise (9. VV) mit unterschiedlichen Aufgabengebieten & Inhalten:

–    AK Demografie/ Barrierefreiheit/ Universal Design
–    AK Planen und Bauen im Bestand
–    AK Nachhaltiges Planen und Bauen

einem mit 5 Mitgliedern besetzten AUSSCHUSS Gesetze/ Normen & Verordnungen zugeschrieben werden sollten. Der Vorstand konnte nicht nur nicht Sinn & zweck dieser Zusammenlegung erklären, sondern wie sich jedes der vier Themenfelder in einem Bearbeitungsverhältnis von 25% pro Ausschusssitzung erschöpfend behandeln lässt.

Abgesehen von dem bereits im Vorfeld der 2. Sitzung der 10.VV vorgebrachten Bedenken gegen die Implementierung des in seiner Außenwirkung äußerst anerkennenswerten AK Architektur & Schule in den Ausschuss Aus- und Fort- und Weiterbildung gab es großen Unmut statt der

BISHER 6 ARBEITSAUSSCHÜSSE mit GESETZLICH UND DAUERHAFTen AUFGABENstellungen

diese auf sieben zu erweitern, indem der AK Denkmalschutz & Denkmalpflege zu einem SIEBENTEN Ausschuss bestellt wird.

Im Ergebnis:
Es bleibt bei der gesetzlich dauerhaften Ausschussbildung (sechs an der Zahl)
Der AK Denkmalschutz & Denkmalpflege bleibt AK (und wird kein 7. Ausschuss).

Nachdem eine mögliche Implementierung des AK Architektur & Schule in den AK Kommunikation und Medien (Öffentlichkeitsarbeit) ebenfalls scheiterte,
blieb ALLES beim Herkömmlichen.

Wer vom Vorstand für welche Aufgabengebiete speziell der Ansprechpartner ist, kann gerne bei mir oder der Geschäftsstelle der AKB abgefragt werden, sofern auf der Homepage nicht veröffentlicht.

In Erfüllung der Aufgaben aus der Amtszeit der 9.VV fasste die VV noch folgenden weiteren Beschluss:

Für die in der letzten Amtszeit gefassten Beschlüsse zu Aus- und Fortbildung soll ein

Temporärer Arbeitskreis mit 3 Mitglieder gewählt werden, der die satzungstechnisch erforderlichen Harmonisierungen und die Ausführungsvorschriften erarbeiten soll.

Während der Sitzung waren durchweg 30/31 Vertreter/ Vertreterinnen (von 41 gewählten) anwesend.
Die Sitzung dauerte bis ca. 21 Uhr.

Beste Grüße,
IVAB
Andreas R. Graeff
+49 (0) 172 782 782 1
mail@ivab-architekten.de

Lassen Sie uns bitte Ihr Interesse wissen, zukünftig aktiv in den Kammergremien: Ausschüsse und Arbeitskreise mitzuwirken und sich von IVAB als Kanditatin oder Kandidat aufstellen zu lassen.

In unserer offenen Interessengemeinschaft verbandsungebindener Architekten Berlin sind Sie jederzeit herzlich willkommen, gerade auch wenn Sie Ihren Beruf als Stadtplanerin/ Stadtplaner, Landschaftsarchitektin/ Landschaftsarchitekt oder Innenarchitektin/ Innenarchitekt ausüben!

Anrechenbare Kosten aus mitzuverarbeitender Bausubstanz
Verbesserte Berechnungsempfehlung

5. Oktober 2016

Mitzuverarbeitende Bausubstanz (§ 4, Abs. HOAI) ist beim Planen und Bauen im Bestand in der Regel als Bauaufgabe gegenwärtig. Vorhandene Bauteile erzeugen jedoch keine unternehmerischen Leistungen, die sich in den anrechenbaren Kosten darstellen können.

Dennoch hat sich der Architekt in einem je nach Bauaufgabe notwendigen Umfang mit bestehenden Bauteilen zu befassen, sie gestalterisch oder technisch/konstruktiv zu behandeln und folglich Leistung und Aufwand dafür zu erbringen.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber in der §4 (3), HOAI, einen Vergütungsanspruch dafür festgeschrieben.
Der Wert der mitzuverarbeitenden Bausubstanz muss, um in die anrechenbaren Kosten einfließen zu können, ermittelt werden. Die bisher von der Architektenkammer Berlin empfohlene „Methode Wierer“ wurde aufgrund einer gerichtlichen Entscheidung zu Gunsten der Architekten geändert. Zukünftig wird deshalb der bisher dort aufgeführte Leistungsfaktor nicht mehr als Multiplikator angewendet. Da er immer kleiner als 1 war, hat das bisher zu einer Minderung des zu ermittelnden Wertes geführt.

Der Umgang mit der jetzt für Architekten etwas vorteilhafteren „Methode Wierer“ wird im aktualisierten Faltblatt „Planen und Bauen im Bestand“ *1) der Architektenkammer beschrieben. Die Veröffentlichung ist für Ende September geplant.

Manches Büro scheut sich, trotz geltender, gesetzlicher Vorschrift, anhand mitzuverarbeitender Bausubstanz einen zustehenden, höheren Honoraranspruch gegenüber dem Auftraggeber durchzusetzen. Zu beachten ist allerdings, dass eine nicht vorgenommene Bewertung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz zur Unterschreitung der Mindestsätze führen kann.

Andererseits führt auch eine zu hohe Bewertung unter Umständen zur Überschreitung des Höchstsatzes.
Wohl kann im ersten Fall vielleicht eine Beauftragung zu Ungunsten des Architekturbüros gefördert werden und im zweiten Fall freut sich der Auftragnehmer sowieso. Beide Fälle sind jedoch nicht rechtssicher und bergen ein Prozessrisiko.

Bestandaufnahme als Planungsgrundlage für mitzuverarbeitende Bausubstanz

Für eine zuverlässige Planung und Kostensicherheit bedarf es auch aktueller Bestandunterlagen. Sofern sie
nicht vorhanden sind, müssen alte aktualisiert, oder sogar neue erstellt werden.

Für die Leistungen zur Bestandsaufnahme gibt das aktualisierte Faltblatt ebenfalls Hilfestellungen mit Hinwei-
sen zu angemessener Honorierung.

Die dort aufgeführten Kosten pro m2 für Aufmaß, Zeichnung und Berechnung des Bestands mögen auf den
ersten, flüchtigen Blick hoch erscheinen. Sie sind jedoch unter betriebswirtschaftlicher Betrachtung eines Ar-
chitekturbüros und des insgesamt hohen Personalaufwands durchaus realistisch, ohne dass dabei nennens-
werte Erträge zu verzeichnen wären.

Immer wieder auftauchende Dumpingangebote , die die von der Kammer ermittelten Sätze um 50 – 80% un-
terschreiten, können in einem Architekturbüro nicht annähernd als wirtschaftlich dargestellt werden.

Ullrich A. Gümbel
Freischaffender Architekt

*1) Planen und Bauen im Bestand
„Hinweise zu Honoraren und Besonderen Leistungen bei Umbau, Modernisierung und Instandsetzung im
Wohnungsbau“

Das aktualisierte Faltblatt liegt in der Geschäftsstelle der AKB aus.

Das Faltblatt sollte demnächst auch unter:

http://www.ak-berlin.de/faltblaetter-publikationen.html

abrufbar sein. Wir senden es Ihnen auf Anfrage jedoch gerne auch zu! mail@ivab-architekten.de

OLG-Entscheidung: Leistungsbilder sind keine Leistungskataloge

11. Oktober 2014

Das Oberlandesgericht Celle hat mit seinem Urteil vom Februar 2014 endlich Klarheit geschaffen, welchen Stellenwert die einzelnen Leistungen in den Leistungsbildern der HOAI haben (OLG Celle U 103/13).

Damit wird bekräftigt, dass Leistungsbilder keine Leistungskataloge sind, die grundsätzlich abzuarbeiten sind und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit ein Honorarabzug wegen Nichterbringung einer Leistung gerechtfertigt ist.

Der Architekt schuldet das mangelfreie Werk, was im Erfolgsfall abschlagsfrei zu vergüten ist. Bisher gab es häufiger den Versuch der Honorarminderung, wenn nicht alle aufgeführten Einzelleistungen der Leistungsbilder erbracht worden waren. Die Bewertung der Abzüge wurde mit Hilfe diverser Tabellen – wie z. B. der „Steinfort´schen Tabelle – vorgenommen. Dieses sozusagen „pauschale“ Vorgehen ist nach dem vorliegenden Urteil nicht mehr gerechtfertigt.

Wenn Honorar für nicht erbrachte Teile der Leistungsbilder abzugsfähig sein soll, muss erst festgestellt werden, ob diese Leistungsteile für die Lieferung des mangelfreien Werks überhaupt notwendig waren.

Eine ausführliche und juristische Kommentierung dieses wichtigen Urteils, verbunden mit Empfehlungen, wie damit umgegangen werden kann, wurde in der Septemberausgabe 2014 des Deutschen Ingenieurblattes (DIB) veröffentlicht. Wir danken der Redaktion, dass sie uns freundlicherweise die Übernahme dieses Textes gestattet hat: HOAI Leistungsbilder-Leistungskataloge.pdf